Cybersicherheit bewusst priorisieren: Ein guter Start in 2026

Der Jahresanfang ist für viele Unternehmen ein natürlicher Moment der Standortbestimmung. Strategien werden überprüft undPrioritäten neu gesetzt. Genau hier stellt sich auch die Frage: Wo steht unsere Cybersicherheit heute und wo sollten wir ansetzen?

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Cybersicherheit gehört weiterhin zu den zentralen Geschäftsrisiken. Cyberangriffe sind längst keine Ausnahme mehr; sie betreffen Unternehmen jeder Grösse und Branche. Gleichzeitig fehlt im Alltag oft die Zeit, sich strukturiert mit der eigenen Sicherheitslage auseinanderzusetzen. Der Start ins neue Jahr bietet einen guten Zeitpunkt, innezuhalten und bewusst Klarheit zu schaffen.

Warum eine Standortbestimmung sinnvoll ist

In vielen KMU zeigt sich ein ähnliches Bild: Es existieren einzelne Sicherheitsmassnahmen, Tools oder Richtlinien, doch ein klares Gesamtbild fehlt häufig.

Typische Fragen sind:

  • Wo stehen wir aktuell wirklich?
  • Welche Risiken sind für unser Unternehmen relevant?
  • Wo lohnt sich eine Investition, und wo (noch) nicht?

Ohne diese Einordnung besteht die Gefahr, Massnahmen zu ergreifen, die viel Aufwand verursachen, aber wenig Wirkung entfalten. Eine strukturierte Standortbestimmung hilft, begrenzte Ressourcen gezielt einzusetzen und Prioritäten bewusst zu setzen, statt punktuell zu reagieren.

Dabei geht es nicht darum, jedes System im Detail zu analysieren oder sofort neue Lösungen einzuführen. Entscheidend ist Transparenz. Welche Systeme sind von aussen sichtbar? Welche Abhängigkeiten bestehen zu IT-Dienstleistern? Und wo liegen reale Risiken im aktuellen Setup?

Vom Risiko zur Entscheidungsgrundlage

Cyberrisiken sind eng mit operativen, finanziellen und rechtlichen Fragestellungen verknüpft. Ein Sicherheitsvorfall kann den Betrieb beeinträchtigen, regulatorische Folgen haben und Vertrauen kosten bei Kunden, Partnern und Mitarbeitenden.

Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, Risiken einzuordnen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dafür braucht es ein realistisches Bild der eigenen Ausgangslage.

Für Unternehmen, die genau diese Transparenz suchen, bieten sich unterschiedliche Einstiegsformen an. Je nach Fragestellung und Reifegrad kann ein strategischer oder ein technischer Zugang sinnvoll sein.

Der Cybersecurity-Check für KMU

Auszug aus dem KMU-Checkliste
Auszug aus dem Cybersecurity-Check für KMU

Der Cybersecurity-Check für KMU unterstützt dabei, organisatorische und strategische Handlungsfelder einzuordnen. Er hilft, Risiken verständlich zu priorisieren und zentrale Themen wie Prozesse, Verantwortlichkeiten, Mitarbeitende, Technik und externe Partner strukturiert zu betrachten. Als kostenloser Self-Assessment-Ansatz eignet sich der Leitfaden besonders für Unternehmen, die sich einen ersten Überblick verschaffen möchten, ohne technisches Vorwissen vorauszusetzen.


Die Attack Surface Analyse (ASA)

GObugfree GOasa methodology
GObugfree GOasa-Methodik

Die Attack Surface Analyse (ASA) ergänzt diesen Ansatz um eine technische Aussensicht. Sie zeigt auf, welche Systeme, Dienste und Schnittstellen von aussen sichtbar sind und damit potenziell angegriffen werden können. Gerade vergessene Subdomains, alte Testsysteme oder externe Services bleiben im Alltag häufig unentdeckt und können Eintrittstore für Angreifer sein.

Die ASA kombiniert dafür einen automatisierten Scan öffentlich erreichbarer Systeme mit Schwachstellenprüfungen inklusive CVE-Checks und einer zusätzlichen Bewertung durch erfahrene Sicherheitsexperten. Betrachtet werden unter anderem Domains, Subdomains, IP-Bereiche, Cloud-Dienste und exponierte Dienste. Das Ergebnis ist ein strukturierter Bericht mit priorisierten Findings und konkreten Handlungsempfehlungen.

Viele KMU schätzen dabei besonders den unabhängigen Blick von aussen. Auch wenn ein externer IT-Dienstleister Firewalls betreibt, Systeme aktualisiert und Sicherheitsupdates einspielt, bleibt oft eine Restunsicherheit. Die ASA dient hier als neutraler Realitätscheck und schafft Transparenz, intern wie auch gegenüber IT-Partnern.

Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel: eine realistische Standortbestimmung, auf deren Basis sich sinnvolle nächste Schritte ableiten lassen. Während der KMU-Guide vor allem Orientierung und Priorisierung ermöglicht, liefert die ASA eine fundierte technische Einordnung der tatsächlichen Exponierung.

Was folgt nach der Standortbestimmung?

Eine Standortbestimmung ist kein Selbstzweck. Sie bildet die Grundlage für konkrete Entscheidungen. Welche Massnahmen sind kurzfristig sinnvoll? Wo besteht mittelfristiger Handlungsbedarf? Und welche Themen können bewusst zurückgestellt werden?

Gerade für KMU ist diese Priorisierung entscheidend, um Sicherheit und Aufwand in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen. Nicht alles muss sofort umgesetzt werden. Aber das Wesentliche sollte bekannt sein.

Kleine Schritte, klare Prioritäten

Cybersicherheit muss kein Mammutprojekt sein. Oft reicht ein klarer erster Schritt, um Risiken sichtbar zu machen und gezielt zu handeln.

Der Jahresanfang ist ein guter Zeitpunkt, um:

  • den eigenen Sicherheitsstatus bewusst zu überprüfen,
  • Risiken realistisch einzuschätzen,
  • und Prioritäten für das neue Jahr festzulegen.

Nicht als Pflichtübung, sondern als Grundlage für fundierte und tragfähige Entscheidungen.

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr

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